Erste internationale Erfahrungen sammelte unsere U14 am Osterwochenende beim Handball Cup in Prag. Fotos sind online.

 

Die Trainerinnen Waltraud und Birgit Wagner reisten mit den 12 Spielerinnen am Donnerstag per Zug an, die Eltern, Großeltern und Fans mit Autos bzw. Fernreisebussen. Einige Spielerinnen verkürzte die Wartezeit auf die Öffi Tickets mit einem Klavierkonzert am Prager Hauptbahnhof, nach einer weiteren Stunde Wartezeit konnten endlich die Zimmer im Hotel bezogen werden. Das Abendessen wurde dann einfach im angrenzenden TOP Hotel eingefordert, wo der Kellner vor den hungrigen Spielerinnen kapitulierte. Als Überraschung verstärkte dann Ex-Trainerin Ina Halm, die mit den Teams von Ajax Kopenhagen angereist war, die Spielerinnen beim Activity.

 

Am nächsten Tag startete der Bewerb. Das Großereignis mit über 8.000 Spielerinnen und Spielern in 600 Teams war perfekt organisiert. Alleine in der Altersgruppe Mädchen U14 nahmen 84 Teams teil. Die Vorrundengruppe der St. Pöltnerinnen war sehr stark besetzt. Von den 6 Teams kamen die ersten 3 in die Hauptgruppe A und hatten die Möglichkeit sich für die Finalspiele zu qualifizieren.

 

Für einen Großteil unserer Mädchen war es das erste Antreten in einem internationalen Turnier. So war auch das erste Match gegen GOG (DEN) geprägt von Unsicherheiten – der Boden (gespielt wurde in der ersten Halle auf einem Indoor Tennisbelag, der bei Stürzen blutende Schürfwunden verursachte), die Schiedsrichterentscheidungen, die Gegnerinnen – ehe unsere Spielerinnen in Fahrt kamen, war das Spiel auch schon vorbei und mit 13:10 verloren.

 

Nach einer Essenspause einem Zwischenstopp im Einkaufszentrum machte sich das Team auf den Weg zur nächsten Halle, Alton Krc. Das riesengroße Handballturnier ist nicht das einzige sportliche Großereignis, das in der Osterwoche statttfindet. Der große Prager Spring Cup für Fußballteams und ein großes Baseballturnier finden ebenfalls zu Ostern statt. In Alton Krc hatten wir daher Gelegenheit ein Baseballspiel anzuschauen – dass beide Teams dunkelblaue Dressen trugen erleichterte unser Regelverständnis nicht gerade. Die Halle war zwar relativ finster, der Boden rutschig, aber das störte uns nicht – wir besiegten Sokol Vrsovice (CZE) mit 19:15.

 

Nach einem guten Abendbuffet und ausreichend Schlaf waren die Spielerinnen fit für die letzen 3 Spiele der Vorrunde. Mit der Halle waren alle sehr zufrieden, sie war zu Fuß zu erreichen, hell, guter Boden und ausreichend Platz für die mitgereisten Fans, zu denen am Samstag auch Annalenas  Eltern stießen.

 

Zum Auftakt wurde SKP Bratislava 15:14 besiegt, dafür unterlagen wir HC Garliava (LIT) 15:17. Das letzte Spiel gegen Ajax Copenhagen 3 ging 21:7 an unsere Mädchen – damit waren wir Gruppendritter in einer extrem starken Gruppe und für den Hauptbewerb A qualifiziert.

 

Am nächsten Tag mussten wir nach einer einstündigen (für Ina mehrstündigen) Fahrt die Gruppenspiele bestreiten. Von 3 Teams kam nur der Gruppensieger weiter – der Start gegen den ersten der Gruppe D, Hazena Jindrichov Hradevec (CZE), konnte in einem schnellen, schönen Spiel, das aber alle Kraftreserven forderte, 15:12 gewonnen werden. Mit Steffi und Lena mussten wir krankheitsbedingt auf 2 Spielerinnen verzichten, und das zeigte sich im letzten Spiel

 

Gegen HC Haje (CZE) mussten wir uns 11:14 geschlagen geben. Da alle Teams 2 Punkte hatten, beendeten wir die Hauptrunde auf Platz 2 und waren somit ausgeschieden.

 

Die Spielerinnen waren zwar sehr enttäuscht, aber das Trainerinnenteam war sich einig, dass mit dem geschwächten Kader das Verletzungsrisiko bei 2 weiteren Spielen an diesem Tag extrem hoch gewesen wäre. Daher wurde nach einer kurzen Pause eine Stadtbesichtigung inklusive abschließendem Pizzeriabesuch organisiert.

 

Trainerin Waltraud Wagner: „Nachdem die U14 Bundesmeisterschaften in Niederösterreich stattfinden, sind wir wahrscheinlich als Vizelandesmeisterinnen zur Teilnahme berechtigt. Dieses Turnier war die ideale Vorbereitung zum idealen Zeitpunkt. In unserer Vorrundengruppe waren 4 gleichwertige, starke Gegner, wir waren in jedem Spiel gefordert, haben aber immer alle Spielerinnen zum Einsatz gebracht.“